„Soll gedeihen Obst und Wein, muss der Juli trocken sein“, so, und in ähnlicher Weise gleichlautend, besagt es eine Bauernregel bei uns. Für unseren Garten bedeutet die Trockenheit dieses Monats allerdings oft die Notwendigkeit, zusätzlich bewässern zu müssen. Im Juli widmen wir uns besonders dem Wasser.
Wasser ist kostbar. In vielen Ländern dieser Erde ist das selbstverständlich. Wasser aus der Wasserleitung in den Garten zu spritzen, sollte noch schlechteres Gewissen verursachen, als das Licht brennen zu lassen. Zudem kostet es auch einiges und widerspricht dem, nachhaltig – wie man heute sagt – mit allgemeinen Gütern umzugehen. Und schließlich gibt es für die Pflanzen im Garten qualitativ einfach besseres Wasser. Umsonst. Jedenfalls beinahe umsonst.
Um also für das Gießen im Garten das wertvolle Trinkwasser aus dem Wasserhahn einzusparen und den Pflanzen weiches Wasser zu bieten, sollte man das ebenfalls wertvolle Regenwasser auffangen. Jede Dachfläche kann das. Das Hausdach ebenso wie die Dächer von Gewächs- und Gartenhäusern, Garagen und Schuppen. Ableiten kann man es einfach von der jeweiligen Dachrinne und fürs Auffangen gibt es Möglichkeiten von der simplen Regentonne bis hin zur computervernetzten HighTech-Zisterne.
Einige Fragen werden sich Ihnen dabei stellen, die Sie sich selbst so leicht nicht beantworten können, sondern bei denen Sie fundierte Antworten brauchen. Eine Regentonne kann man noch direkt ans Regenfallrohr stellen und über eine Abzweigung versorgen, die Art eines eingegrabenen Regenwasserreservoirs hängt jedoch von einer Vielzahl an Faktoren ab, die schon zu berücksichtigen sind.
Zu bedenken ist, um hier einige der wesentlichen Punkte zu nennen, das Speichervolumen und damit der Platzbedarf, also die Größe. Die benötigte Tiefe und welche Lasten über dem unterirdischen Tank getragen werden müssen, also die räumlichen Gegebenheiten des Standorts. Die Wahl des Materials für den Tank, seine Auftriebssicherheit, Dichtigkeit, Frostsicherheit, seine Zugänglichkeit für Reinigungs- und Wartungsarbeiten, Schutz vor Gerüchen, vor dem Eindringe von Tieren und vor dem Aufwirbeln von am Grund liegenden Stoffen. Die Füllstandskontrolle, der Überlauf und eventuelle Pumpen, die Entnahmemöglichkeit und die Nutzung des Wassers während Abwesenheit. Und nicht zuletzt die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen.
Zu all diesen Fragen bekommen Sie von uns die sachgerechten und kompetenten Antworten uns selbstverständlich übernehmen wir auch die fachgerechte Ausführung sämtlicher mit einer Zisterne zusammenhängenden Arbeiten für Sie.
Das sogenannte Mulchen ist eine effektive Möglichkeit, Wasserverlust im Boden entgegenzuwirken. Mit Mulch bezeichnet man unverrottetes organisches Material, am bekanntesten ist der Rindenmulch, verwendbar ist aber auch Grünschnitt, Laub, Sägespäne, Mist und sogar anorganische Material wie Schotter und Steine. Die Technik des Mulchens meint das Abdecken von nicht bewachsenem Boden mit diesen Materialien, zum Beispiel in Beeten. Das Mulchen verringert die Verdunstung an der Bodenoberfläche, reguliert die Temperatur, indem die Aufheizung durch Sonneneinstrahlung und das Auskühlen bei Nacht jeweils reduziert werden, er schützt bei Starkregen und Wind und behindert wirkungsvoll Unkrautwachstum und verschafft Kleinlebewesen, die der Bodenqualität nützen ihren Lebensraum. Die Arbeit ist leicht zu tun: es müssen nur die Unkräuter entfernt werden und dann der Mulch ungefähr zwei Finger dick auf die Flächen aufgebracht werden. Er kann dann in Ruhe liegen bleiben, wird dabei im Laufe der Zeit von selbst zu Humus und kann dann wieder neu aufgebracht werden.
Offen stehendes Wasser, also Pfützen, Teiche und auch Regentonnen nutzen viele Insekten gerne als Brutstätte. Einige Larven können sich jedoch auch zu Plagegeistern entwickeln, wie zum Beispiel die Stechmücke, die einem schon einen Grillabend verderben kann. Gegen Insekten gibt es Gifte, auch biologische, einfach ein paar Tropfen in die Regentonne oder das Gewässer geben und die Mückenlarven sterben ab. Grundsätzlich muss man dabei das gesunde Maß im Augen behalten. Vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, auch biologischen, muss man bedenken, dass Mückenlarven zahlreichen Vogelarten, Fledermäusen und auch wieder anderen Insekten, zum Beispiel Libellenlarven und anderen Wasserinsekten als Nahrung dienen. Für einen naturnahen Garten ist es daher viel sinnvoller, die ungewollten Mücken, sowohl als Larve wie als fertiges Insekt seinen natürlichen Fressfeinden zu überlassen, Mücken sind außerdem an naturnahen Teichen eher selten eine Plage.
Der Juli ist bekannt für vermehrtes Vorkommen von Blattläusen. Meistens sind dann nicht genügend natürliche Fressfeinde wie Ameisen, Fliegenlarven, Marienkäfer, Schlupfwespen etc. vorhanden. Bei geringerem Befall können Blattläuse noch mit Wasser weggespritzt werden, ansonsten gibt es eine Vielzahl an Spritzmitteln, vom Brennesselsud bis hin zum chemische Mittel, von dem jedoch nur als leztztem Mittel Gebrauch genommen werden sollte.
Denken Sie daran, Ihren Komposthaufen bei sommerlicher Trockenheit zu befeuchten, ansonsten kann der Verrottungsprozeß zum Erliegen kommen.
Sämtliche Pilzkrankheiten entstehen nur bei feuchtem Klima. Gießen Sie morgens und immer nur im Wurzelbereich um sie zu vermeiden.